Was gehört in einen Notfallausweis?

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Ein Notfallausweis soll in wenigen Sekunden beantworten: Wer ist das, was muss der Rettungsdienst sofort wissen und wen kann man anrufen? Mehr braucht es nicht. Diese Liste hilft dir, das Richtige einzutragen.

Das gehört hinein

  • Name und Geburtsdatum, damit die Person eindeutig erkennbar ist.
  • Blutgruppe, wenn sie dir bekannt ist. Steht sie nicht in deinen Unterlagen, lass sie auf „Unbekannt“; im Ernstfall wird sie ohnehin neu bestimmt.
  • Allergien, vor allem gegen Medikamente (z. B. Penicillin), Latex, Kontrastmittel oder Insektengift. Eine Allergie, die du nicht angibst, kann im Ernstfall gefährlich werden.
  • Dauermedikation mit Dosierung, zum Beispiel „Ramipril 5 mg 1× täglich“. Blutverdünner, Insulin und Herzmedikamente sind besonders wichtig.
  • Vorerkrankungen und Besonderheiten: etwa Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Epilepsie, Asthma, ein Herzschrittmacher oder eine Nierenerkrankung.
  • Notfallkontakte mit Beziehung und Telefonnummer, z. B. „Sabine Hoffmann (Tochter)“. Trage lieber zwei oder drei Personen ein, falls die erste nicht erreichbar ist.

Besonders wichtig im Ernstfall

Diese Angaben ändern im Notfall am häufigsten die Behandlung. Nimm sie auf jeden Fall auf:

  • Blutverdünner (z. B. Marcumar, Xarelto, Eliquis): Sie erhöhen das Blutungsrisiko, etwa nach einem Sturz.
  • Diabetes und Insulin: Zu niedriger Blutzucker kann ähnlich aussehen wie ein Schlaganfall oder eine Verwirrtheit.
  • Herzschrittmacher oder Stents.
  • Allergien gegen Medikamente.
  • Epilepsie und andere Erkrankungen, bei denen Bewusstseinsstörungen vorkommen.

Das lässt du besser weg

Auf der Notfallseite sieht jede Person, die den QR-Code scannt oder den Link kennt, die Angaben. Gib deshalb nur ein, was im Notfall wirklich hilft:

  • Keine Versicherungs-, Konto- oder Ausweisnummern und keine Passwörter.
  • Keine langen Krankengeschichten. Stichworte reichen: „Diabetes Typ 2“ statt eines ganzen Arztbriefs.
  • Keine Angaben, die du nicht mit Fremden teilen möchtest, nur weil das Feld frei ist.

Aktuell halten

Ein veralteter Medikamentenplan ist das größte Risiko eines Notfallausweises. Prüfe die Angaben nach jedem Arztbesuch, bei dem sich Medikamente ändern, und mindestens zweimal im Jahr. Bei Notfallband kannst du dir dafür eine Erinnerung per E-Mail schicken lassen; im Konto tippst du auf „Alles stimmt noch“, wenn nichts zu ändern ist. Das Notfallband selbst bleibt immer gleich, nur die Daten dahinter änderst du.

Was du zusätzlich bereithalten kannst

Der digitale Notfallausweis ist eine Kurzfassung. Ergänzend sinnvoll sind der Bundeseinheitliche Medikationsplan auf Papier (den Arzt oder Apotheke ausstellen), eine Patientenverfügung und ein Organspendeausweis. Sag Angehörigen, wo diese Unterlagen liegen. In die Notfallseite gehört nur, was auf einen Blick helfen soll.

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Stand: Oktober 2026. Allgemeine Information, keine medizinische Beratung.